Cash Flow Indirekte Methode Beispiel Essay

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung

2 Grundlagen der Cashflow- und Kapitalflussrechnung
2.1 Begriffsabgrenzung und Definitionen
2.2 Ziele, Aufgaben und Anforderungen an die Kapitalflussrechnung
2.3 Gesetzliche Grundlagen der Kapitalflussrechnung
2.3.1 Rechtliche Grundlagen nach HGB/ DRS 2
2.3.2 Internationale Rahmenbedingung nach IFRS/ IAS 7

3 Darstellungen und Ermittlungsmethoden der Cashflow- und Kapitalflussrechnung
3.1 Ermittlung des einfachen und erweiterten Cashflow
3.2 Zusammenhang zwischen Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Kapitalflussrechnung
3.3 Methoden zur Ermittlung der Zahlungsströme
3.3.1 Originäre Ermittlung der Zahlungsströme
3.3.2 Derivative Ermittlung der Zahlungsströme
3.4 Formen der Gliederung und Formate
3.4.1 Konto- oder Staffelform
3.4.2 Finanzfluss- oder Aktivitätsformat
3.5 Methoden der Darstellung
3.5.1 Direkte Methode
3.5.2 Indirekte Methode
3.6 Die Kapitalflussrechnung als vollständiger Ausweis nach IAS 7/ DRS 2

4 Einsatzbereiche der Cashflow- Analyse
4.1 Analyse der Finanzkraft
4.1.1 Investitionskraft
4.1.2 Innenfinanzierungskraft
4.1.3 Schuldentilgungskraft
4.1.4 Gewinnausschüttungskraft
4.2 Analyse der Ertragskraft

5 Die Kaptalflussrechnung im Kontext der Bilanzpolitik und Bilanzanalyse

6 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abbildung 1: Ableitung der Kapitalflussrechnung aus der Bilanz und GuV

Abbildung 2: Vorgehensweise bei Originärer Ermittlung der Kapitalflussrechnung

Abbildung 3: Darstellung zwischen Ermittlungs- und Darstellungsmethoden der Kapitalflussrechnung

Abbildung 4: Beispiel zur Ermittlung des Vereinfachten Cashflow nach indirekter

Abbildung 5: Anwendungsbereiche und Aussagefähigkeit des Cashflow und der Kapitalflussrechnung

Tabelle 1: Vereinfachter Cashflow

Tabelle 2: Gliederungsschema der erweiterten Cashflow- Ermittlung nach DVFA/SG

Tabelle 3: Vorgehensweise bei Derivativer Ermittlung der Kapitalflussrechnung

Tabelle 4: Direkte Methode zur Ermittlung des einfachen operativen Cashflow

Tabelle 5: Indirekte Methode zur Ermittlung des einfachen operativen Cashflow

Tabelle 6: Mindestgliederungsschema der Kapitalflussrechnung nach Indirekter Methode gemäß DRS 2

Formelverzeichnis

Formel 1: Investitionsgrad

Formel 2: Wachstumsquote

Formel 3: Investitionsgrad der Umsatzeinzahlungen

Formel 4: Free Cashflow

Formel 5: Gesamtkapitalbezogene Free Cashflow Rate

Formel 6: Eigenkapitalbezogene Free Cashflow Rate

Formel 7: Leverage Index

Formel 8: Dynamischer Verschuldungsgrad

Formel 9: Dynamischer Schuldendeckungsgrad

Formel 10: Entschuldungsdauer

Formel 11: Tilgungsdeckung

Formel 12: Tilgungsgrad

Formel 13: Dividendendeckung

Formel 14: Stammaktienbezogene Dividendendeckung

Formel 15: Ausschüttungsrate

Formel 16: Cashflow- Umsatzrendite

Formel 17: Cashflow- Gesamtkapitalrentabilität

Formel 18: Cashflow- Eigenkapitalrentabilität

Formel 19: Cashflow Return on Invest (CFROI) 33

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Für ein Unternehmen in der Marktwirtschaft gilt die Gewinnmaximierung als oberste Maxime. Um dieses zu erreichen wird ein Unternehmen von den vier finanzwirtschaftlichen Hauptzielen Liquidität, Rentabilität, Sicherheit und Unabhängigkeit geleitet. Obwohl diese Ziele eine gleichhohe Bedeutung haben, wird oftmals der Liquidität ein höherer Stellenwert zugeschrieben. Insbesondere wenn es um die kurzfristige Existenzsicherung geht, orientiert sich ein Unternehmen überwiegend an der Liquidität.[1] Die steigende Bedeutung der Kapitalmärkte für die Finanzierung eines Unternehmens für dessen Wachstums- und Überlebenschance, hat deshalb auch überragenden Einfluss auf das Reporting und die Rechnungslegung im Unternehmen.[2] Um die Finanzlage eines Unternehmens sowohl aus interner als auch aus externer Sicht darzustellen, gilt die Cash-Flow -bzw. Kapitalflussrechnung (KFR) als das Rechenwerk.[3] Die Bilanz als auch die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) liefern weitreichende explizite Informationen zur Ertrags- und Vermögenslage eines Unternehmens.[4] Zur Finanzlage liefern beide jedoch nur unzureichende Information. Die KFR liefert im Gegensatz dazu einen verbesserten und umfangreichen Einblick in die Finanzlage und gewährt damit eine aussagefähigere Beurteilung hinsichtlich der Liquidität.[5] Die KFR gilt daher neben der Bilanz und GuV als dritte Jahresrechnung, welche damit den Jahresabschluss um Informationen im Hinblick auf Herkunft und Verwendung der liquiden Mittel ergänzt.[6]

Insbesondere die Fähigkeit des Unternehmens aus seinem operativen Geschäft liquide Mittel zu erwirtschaften, um Investitions- und Finanzierungsaktivitäten zu tätigen soll durch die KFR abgebildet werden. Die KFR liefert damit Informationen zur Liquiditätslage und zeigt damit die Schwerpunkte des finanziellen Geschehens in der Vergangenheit. Darüber hinaus erlaubt es aber auch zukünftige Prognosen hinsichtlich der Liquiditätsentwicklung zu treffen.[7]

1.2 Gang der Untersuchung

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Cash- Flow und Kapitalflussrechnung (KFR). Im ersten Teil der Arbeit werden die Begriffsabgrenzungen und Definitionen dargelegt, sowie die gesetzlichen Grundlagen aus nationaler nach HGB/DRS 2 und internationaler nach IFRS Sicht erläutert. Vor diesem Hintergrund werden die wichtigsten und Ziele, Aufgaben und Anforderungen an die KFR erörtert. Der dritte Abschnitt der Arbeit befasst sich mit den Darstellungen und Ermittlungsmethoden der KFR. Einführend werden die einfachen und erweiterten Methoden der Cashflow- Ermittlung erklärt. Danach erfolgt ein Übergang zur KFR, indem der Zusammenhang der GuV, Bilanz und der KFR skizziert wird. Es werden die Methoden zur Ermittlung der Zahlungsströme angesprochen. Dem Leser sollen in diesem Zusammenhang die Originäre sowie Derivative Ermittlung der Zahlungsströme vorgestellt werden. Ferner werden die beiden Methoden, Direkte und Indirekte Methode zur Darstellung der KFR erläutert. Darauf aufbauend erfolgt eine Beschreibung des ausführlichen und vollständigen Ausweises der KFR im Zusammenhang mit IAS 7/ DRS 2. Insbesondere sollen dem Leser die Bereichseinteilungen bzw. Funktionsbereiche aus operativer Geschäfts-, Investitions-, und Finanzierungstätigkeit sowie der Finanzmittelfonds geschildert werden.

Der vierte Abschnitt widmet sich den Einsatzbereichen der Cashflow- Analyse und der KFR sowie dessen Anwendungen. Der Schwerpunkt der Abhandlung bezieht sich insbesondere auf die Anwendungsbereiche und Aussagefähigkeit des Cashflows und der KFR in der Unternehmensanalyse. Es wird vor allem auf die Bedeutung des Cashflows und verschiedener Cashflow- Größen, in Bezug auf die Finanzkraft und die Ertragskraft erklärt. Im Vordergrund stehen hierbei Kennzahlengestützte Analysen und Erläuterungen, wobei nur die Finanzkraft als wichtigster Indikator und die Ertragskraft erörtert wird.

Auf eine weitergehende Vertiefung der Themenfelder Shareholder Value Konzept und Aktienanalyse kann nicht eingegangen werden, da dieses den Rahmen der Arbeit sprengen würde. Außerdem wird im fünften Abschnitt auf die KFR im Kontext der Bilanzanalyse und Bilanzpolitik eingegangen.

Abschließend folgt eine kurze Zusammenfassung, indem die wichtigsten Erkenntnisse nochmals aufgegriffen werden und im Rahmen eines Fazits dargelegt werden.

2 Grundlagen der Cashflow- und Kapitalflussrechnung

2.1 Begriffsabgrenzung und Definitionen

Der Cashflow (CF) stellt eine finanzielle Stromgröße dar, welcher den Zahlungsmittelüberschuss einer Periode anzeigt.[8] Er umfasst alle liquiditätswirksamen Vorgänge (Ein- und Auszahlungen) einer Berichtsperiode und zeigt damit den Zahlungsmittelbestand eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt.[9] Bei wörtlicher Auslegung des Begriffs bezeichnet der Cashflow den "Geldfluss" bzw. "Finanzfluss". In diesem Sinne bezeichnet der Cashflow jede Bewegung im Bar- und Buchgeldbestand.[10] Die Cashflow- Rechnung (CFR) bzw. Kapitalflussrechnung (KFR) beziehen sich auf den ein und denselben Sachverhalt, ein Rechenwerk zur Erfassung bzw. Darstellung aller Bewegungen von Finanzmitteln (liquiden Mitteln) einer Periode.[11] Sie ist damit eine liquiditätsbezogene Stromgrößenrechnung. Die KFR stellt lediglich eine strukturierte, ausführliche und vollständige Erweiterung der CFR dar.[12] Als finanzwirtschaftliches Informationsinstrument gibt die KFR Auskunft über die Ein- und Auszahlungen sowie die Liquiditätsentwicklung während eines Zeitraumes, welche zur Einschätzung der gegenwärtigen und künftigen Finanzlage eines Unternehmens beitragen soll.[13] Sie wird vom Arbeitskreis "Finanzierungsrechnung" der Schmalenbach - Gesellschaft als Finanzierungsrechnung für Externe verstanden.[14] Damit soll bekräftigt werden, dass es sich vor allem um ein Publizitätsinstrument bzw. unternehmensextern orientierte retrospektive Finanzierungsrechnung handelt. Der Ausweis bzw. die Ergebnisse in der KFR werden in den Abgrenzungsbereichen als Cashflow bezeichnet.[15]

2.2 Ziele, Aufgaben und Anforderungen an die Kapitalflussrechnung

Das Hauptziel der KFR wird in der Offenlegung und Transparenz der Zahlungsströme für einen abgelaufenen Berichtszeitraum gesehen. Als liquiditätsorientierte und vergangenheitsbezogene Stromgrößenrechnung (retrospektive KFR) dient sie in erster Linie zur Finanzanalyse, aber auch zur Dokumentation und Kontrolle von Planrechnungen, die zugleich zur Prognose (prospektive KFR) von liquiditätsüber- und unterschreitungen eingesetzt wird, um damit die Aufrechterhaltung des finanziellen Gleichgewichts unter Rentabilitäts- und Risikoaspekten zu sichern. Im Rahmen von Finanzplanungen wird die (prospektive) KFR als Liquiditätsprognose aufgestellt.[16] Neben der GuV und Bilanz, welche ausreichende Informationen zur Vermögens- und Ertragslage aber geringe Informationen zur Finanzlage liefern, gilt die KFR als "dritte Jahresrechnung", welche explizite und gute Informationen zur Finanzlage eines Unternehmens liefert.[17]

Die KFR soll demnach im Wesentlichen folgende Sachverhalte darstellen:[18]

- finanzwirtschaftliche Analyse und Beurteilung eines Unternehmens
- Erfassung und Darstellung der Zahlungsströme einer Berichtsperiode eines Unternehmens
- Abbildung der Finanz- und Liquiditätskraft eines Unternehmens zur Beurteilung der Finanzlage, insbesondere der Insolvenzanfälligkeit im Rahmen von Bonitätsprüfungen
- als Publikations- und Informationsinstrument zur Finanzanalyse bzw. Finanzlage eines Unternehmens, vorwiegend für externe Adressaten
- die Erwirtschaftung von Finanzmitteln bzw. Ermittlung des Finanzbedarfs
- aus operativer Geschäftstätigkeit
- aus Investitionstätigkeit
- aus Finanzierungstätigkeit

Wie alle Finanzierungsrechnungen, so muss auch die KFR eine Reihe von grundlegenden Anforderungen erfüllen. Neben den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) wie z.B. Willkürfreiheit, Klarheit, Übersichtlichkeit usw. gelten noch einige konzeptionelle Regeln die bei der Erstellung und Gestaltung der KFR zu beachten sind.[19]

- Periodisierung: Grundsätzlich sind alle Zahlungsströme einer Abrechnungsperiode zu erfassen und von vergangenen bzw. zukünftigen Perioden abzugrenzen.

- Vollständigkeit: Es sind alle Ein- und Auszahlungen einer Periode zu erfassen.

- Stetigkeit: Damit die Kapitalflussrechnung zeitlich vergleichbar bleiben soll, müssen für die Abgrenzungsbereiche aus Geschäft-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit sowie dem Finanzmittelfond immer die gleichen Kriterien des Vorjahres gelten.

- Bruttoprinzip: Grundsätzliches Saldierungsverbot, da alle Ein- und Auszahlungen ausgewiesen werden sollen.

- Nachprüfbarkeit: Die KFR beruht auf Geschäftsvorfallen, demnach soll sie einem externen Dritten aus den entsprechenden Daten ableitbar sein.

- Wesentlichkeit: Auf den Ausweis einzelner Zahlungsströme darf verzichtet werden, wenn durch den entstandenen Informationsverlust das Gesamtbild nicht verfälscht wird.

2.3 Gesetzliche Grundlagen der Kapitalflussrechnung

2.3.1 Rechtliche Grundlagen nach HGB/ DRS 2

Im Handelsrecht wird für Kaptalgesellschaften nach § 264 Abs. 2 S.1 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) neben der Ertrags- und Vermögenslage ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Finanzanlage verlangt.[20] Die Pflicht zu einer Aufstellung einer KFR im Einzelabschluss gilt jedoch ausschließlich für kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften nach § 264 Abs.1 S.2 HGB.[21] Für kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften, welche einen Konzernabschluss erstellen müssen, haben nach § 297 Abs. 1 S.1 HGB i.v.m § 290 Abs.1 S.1HGB ebenfalls eine KFR zu erstellen und unterliegen damit der Publizitätspflicht §11 PublG.[22]

Demzufolge haben alle kapitalmarktorientierten Kapitalgesellschaften eine KFR aufzustellen, unabhängig davon ob ein Einzel- oder Konzernabschluss erstellt wird.[23] Ein Unternehmen, welches im Rahmen eines Konzernabschlusses eine KFR aufstellt, muss diese gemäß § 315a HGB nach dem International Financial Reporting Standard (IFRS) erstellen.[24]

Der Gesetzgeber verpflichtet zwar bestimmte Unternehmen eine KFR aufzustellen, hat aber diesbezüglich keine genauen Vorgaben hinsichtlich der Gestaltung getroffen.[25]

Das Deutsche Rechnungslegung Standard Committee (DRSC) hat ein Standard festgelegt DRS 2 Nr.2 "Kapitalflussrechnung", wonach Unternehmen die verpflichtet sind eine KFR aufzustellen, hinsichtlich der Aufstellung und der Gestaltung an das DRS 2 Nr.2 richten können.[26] Die inhaltlichen Gliederungen und Gestaltungsgrundsätze des DRS 2 erfüllen bis auf vereinzelte Ausnahmen den Anforderungen der internationalen Erstellungsgrundsätzen IAS 7.[27] Nach dem Bilanzrechtsreformgesetz (BilReG) haben aber auch nicht- kapitalmarktorientierte Unternehmen das Wahlrecht, die IFRS/IAS zu Informationszwecken im Konzern- oder Einzelabschluss freiwillig anzuwenden.[28]

2.3.2 Internationale Rahmenbedingung nach IFRS/ IAS 7

Die KFR wurde erstmals im Jahre 1987 in den USA mit dem Statement of Financial Accounting Standard (FAS 95) vom US- amerikanischen Financial Accounting Standard Board (FASB) als Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses für Unternehmen eingeführt, welche nach den US- amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) berichten müssen.[29] In Europa veröffentlichte erstmals das International Accounting Standards Committee (IASC) später International Accounting Board (IASB) eine KFR unter dem Begriff "Statement of Cash Flows", welche nach dem International Accounting Standard No.7 (IAS 7) festgelegt wurde.[30] Dieser Standard orientiert sich stark am US- amerikanischen Standard (FAS 95). Das IASB entwickelte dann im Laufe das international Financial Reporting Standard (IFRS), worunter auch das IAS 7 fällt. In Deutschland wird die KFR im Rahmen der IFRS/IAS 7 erstmalig seit 2005 für kapitalmarktorientierte Unterhemen gesetzlich vorgeschrieben.

[...]



[1] vgl. Meyer 2007, S.2

[2] vgl. Sonnabend/Raab 2008, S.1

[3] vgl. Coenenberg u.a.2012, S.785; Küting/Weber 2008, S.591

[4] vgl. Eiselt/Müller 2008, S17; Coenenberg u.a.2012, S.785

[5] vgl. Coenenberg u.a. 2012, S.785; Sonnabend/ Raab 2008, S.5 f.

[6] vgl. Küting/Weber 2008, S.591

[7] vgl. Küting/Weber 2008. S.591; Coenenberg u.a. 2012, S.785 f.

[8] vgl. Behringer 2007, S. 52

[9] vgl. Behringer 2007, S.52

[10] vgl. Meyer 2007, S.86

[11] vgl. Coenenberg u.a. 2012, S.786

[12] vgl. Sonnabend/Raab 2008, S.13

[13] vgl. Meyer 2007, S.2; Coenenberg u.a. 2012, S.787

[14] vgl. Schmalenbach- Gesellschaft 1996, S.1; Coenenberg u.a. 2012, S.787

[15] vgl. Behringer 2007, S.63 f

[16] vgl. Meyer 2007, S.3 ; Coenenberg u.a.2012, S.787

[17] vgl. Küting/Weber 2008, S.591; Coenenberg u.a. 2012, S.788 f.

[18] vgl. DRS 2.1; IAS 7, S.1 f.; Coenenberg u.a. 2012, S.788; Zingel 2009; S.2

[19] vgl. Eiselt/Müller 2008, S.41; Küting/Weber 2008, S.591

[20] vgl. HGB § 264 Abs.2, S.1

[21] vgl. HGB § 264 Abs.1, S.2; DRS 2d.

[22] vgl. HGB § 297 Abs. 1, S.1; HGB § 290 Abs.1, S.1; DRS 2; 2a.

[23] vgl. Eiselt/Müller 2008, S.19

[24] vgl. HGB § 315a

[25] vgl. Baetge u.a.2009, S.471

[26] vgl. Lüdenbach 2010, S. 314; DRS 2 2.; 2 2d.;2 3.

[27] vgl. Küting/Weber 2009, S.590

[28] vgl. BDI u.a.2008; S.3

[29] vgl. Meyer 2007; S.3

[30] vgl. Meyer 2007, S.3

Inhaltsverzeichnis

Darstellungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsabgrenzung
2.1 Der traditionelle Bilanzanalyseprozess
2.2 Die finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse
2.3 Die erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse
2.4 Die strategische Bilanzanalyse

3. Cashflow und Cashflow-Analyse
3.1. Entwicklung und Definition
3.2 Die Kapitalflussrechnung
3.2.1 Grundlagen
3.2.2 Gestaltungsanforderungen
3.2.3 Abgrenzung des Fonds
3.2.4 Darstellung und Gliederung
3.2.5 Ermittlungstechniken
3.2.6 Nationale und internationale Standards und Konzeptionen
3.2.6.1 United States Generally Accepted Accounting Principles
3.2.6.2 International Financial Reporting Standards
3.2.6.3 Handelsgesetzbuch und DRS 2
3.3 Berechnungsmethoden
3.3.1 Direkte Berechnungsmethode
3.3.2 Indirekte Berechnungsmethode
3.3.3 Problematik uneinheitlicher Definition und Berechnung
3.4 Die Cashflow-Analyse
3.4.1 Aufbereitung der Kapitalflussrechnung
3.4.2 Die finanzwirtschaftliche Cashflow-Analyse
3.4.2.1 Analyse des finanziellen Gleichgewichts
3.4.2.1.1 Betragsmäßige Analyse der Bereich-Cashflows
3.4.2.1.2 Analyse der Ein- und Auszahlungsstruktur
3.4.2.1.3 Aufspaltung der Bereich-Cashflows
3.4.2.2 Analyse der Finanzkraft und der Liquidität
3.4.2.3 Grenzen der finanzwirtschaftlichen Cashflow-Analyse
3.4.3 Die erfolgswirtschaftliche Cashflow-Analyse
3.4.3.1 Ergebnisanalyse
3.4.3.1.1 Erfolgsorientierte Cashflow-Größen
3.4.3.1.2 Analyse der Erfolgsqualität
3.4.3.2 Rentabilitätsanalyse
3.4.3.3 Grenzen der erfolgswirtschaftlichen Cashflow-Analyse
3.4.4 Die strategische Cashflow-Analyse

4. Fazit

Anhang: Fallstudie – SolarWorld

Literaturverzeichnis

Darstellungsverzeichnis

Darstellung 1: Der traditionelle Bilanzanalyseprozess

Darstellung 2: Die finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse

Darstellung 3: Die erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse

Darstellung 4: Die strategische Bilanzanalyse

Darstellung 5: Der Jahresabschluss

Darstellung 6: DRS 2: Kapitalflussrechnung – Mindestgliederung

Darstellung 7: Ermittlungsmethoden der Kapitalflussrechnung

Darstellung 8: Cashflow – direkte Berechnungsmethode

Darstellung 9: Cashflow – ausführliche, direkte Berechnungsmethode

Darstellung 10: Cashflow – indirekte Berechnungsmethode

Darstellung 11: Cashflow – ausführliche, indirekte Berechnungsmethode

Darstellung 12: Cashflow-Analyse

Darstellung 13: Analyse der Ein- und Auszahlungsstruktur

Darstellung 14: Spaltung des operativen Cashflows – direkt

Darstellung 15: Spaltung des operativen Cashflows – indirekt

Darstellung 16: Spaltung des Cashflows aus Investitionstätigkeit

Darstellung 17: Spaltung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit

Darstellung 18: Umsatzüberschussrate

Darstellung 19: Finanzwirtschaftlicher Free-Cashflow

Darstellung 20: Finanzwirtschaftliche Free-Cashflow-Gesamtkapitalrendite

Darstellung 21: Investitionsdeckungsgrad

Darstellung 22: Außenfinanzierungsgrad

Darstellung 23: Investitionsgrad des operativen Cashflows

Darstellung 24: Dynamischer Verschuldungsgrad

Darstellung 25: Zinsdeckung

Darstellung 26: Dividendendeckung

Darstellung 27: Finanzbedarfsdeckung / cashflow adequacy ratio

Darstellung 28: Dynamischer Liquiditätsgrad

Darstellung 29: Cash-burn Rate

Darstellung 30: Der Ertrags-Cashflow

Darstellung 31: Ergebnisqualität

Darstellung 32: Cashflow-Rentabilitäten

Darstellung 33: Cashflow je Aktie und Kurs/Cashflow-Verhältnis

Darstellung 34: Fiktives Investitionsprofil

Darstellung 35: Cash Value Added

Darstellung 36: Portfolioanalyse

Darstellung 37: Logo der SolarWorld AG

Darstellung 38: Wertschöpfungskette von SolarWorld

Darstellung 39: Die Kapitalflussrechnung 2005 der SolarWorld AG

Darstellung 40: Aufbereitung der Kapitalflussrechnung 2005 der SolarWorld AG

Darstellung 41: Betragsmäßige Cashflow-Analyse – SolarWorld 2003 – 2005

Darstellung 42: Betragsmäßige Cashflow-Analyse – SolarWorld 2005 – 2007

Darstellung 43: SolarWorld Ein- und Auszahlungen 2004/2005

Darstellung 44: SolarWorld Einzahlungsstruktur 2003 – 2007

Darstellung 45: SolarWorld Auszahlungsstruktur 2003 – 2007

Darstellung 46: SolarWorld Innenfinanzierungskraft 2003 – 2007

Darstellung 47: SolarWorld Außenfinanzierungsgrad 2003 – 2007

Darstellung 48: SolarWorld cashflow adecuacy ratio 2003 – 2007

Darstellung 49: SolarWorld Dynamischer Liquiditätsgrad 2003 – 2007

Darstellung 50: SolarWorld Ergebnisanalyse 2003 – 2007

Darstellung 51: SolarWorld Ergebnisqualität 2003 – 2007

Darstellung 52: SolarWorld Cashflow-Rentabilitäten 2003 – 2007

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Die voranschreitende Globalisierung zwingt Unternehmen zur beschleunigten Adaption veränderter Wettbewerbsbedingungen. Dies geht mit einer verstärkten Fokussierung auf den operativen, finanzwirtschaftlichen und strategischen Erfolg von Unternehmen einher, welcher ein Interesse an Maßgrößen auslöst.[1] Die betriebswirtschaftliche Theorie und Praxis befasst sich daher unter anderem mit der Entwicklung, Abgrenzung und Erprobung von Analyseinstrumenten. Diese sollen die Unternehmensleistung messbar und vergleichbar machen. Eine dieser Maßgrößen ist der Cashflow, welcher Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist. Entwickelt in der betriebswirtschaftlichen Praxis, spiegelt der Cashflow die Summe positiver und negativer Zahlungsströme eines Unternehmens, innerhalb einer Periode, wider.[2]

Die Einsatzgebiete des Cashflows reichen von der Rechnungslegung zur Bilanzanalyse, der Unternehmensbewertung und -steuerung sowie in die Finanz- und Geschäftsplanung.[3] Im Folgenden werden ausschließlich die Bereiche der Rechnungslegung – die Kapitalflussrechnung als Bestandteil des Jahresabschlusses – und der Bilanzanalyse behandelt. In der Bilanzanalyse gilt der Cashflow überwiegend als Instrument zur Beurteilung der finanzwirtschaftlichen Situation (also des finanzwirtschaftlichen Gleichgewichts, der Finanzkraft und der Liquidität) von Unternehmen. Allerdings sind auch Ansätze verbreitet, welche den Cashflow als Indikator für den Erfolg nutzen. Ferner wird der Cashflow in der strategischen Bilanzanalyse zur ganzheitlichen Beurteilung von Unternehmen herangezogen.[4]

In der Literatur werden indessen verschiedene Auffassungen zum Cashflow vertreten. Regelmäßig wird die Eignung des Cashflows als Finanzindikator akzeptiert, während die Eignung als Erfolgsindikator als umstritten gilt.[5] Gleichwohl sind auch Stimmen zu vernehmen, welche den Cashflow konzeptionell ablehnen und ihm jedwede Eignung als Analyseinstrument absprechen.[6] Im Gegenzug sind auch Lobpreisungen auf den Cashflow vorhanden, die wiederum eine Zielscheibe der Kritiker darstellen.[7] Dies wirft die Frage auf, wie der Cashflow tatsächlich als Analyseinstrument einzuschätzen ist: Kann anhand des Cashflows und der Cashflow-Analyse die finanzielle Stabilität, die Ertragskraft[8] und das Erfolgspotential von Unternehmen beurteilt werden? Ist es gar möglich, dass der Cashflow als Universalmaßstab hinreichend Aufschluss über das Gesamtunternehmen liefert und andere Analyseinstrumente obsolet macht? Im Folgenden werden Ausführungen zum Cashflow und der Cashflow-Analyse diese Fragen beantworten.

Zunächst werden in Kapitel 2 Abgrenzungen des traditionellen Bilanzanalyseprozesses sowie der finanzwirtschaftlichen, erfolgswirtschaftlichen und strategischen Bilanzanalyse vorgenommen. Relevant sind diese Abgrenzungen für den Bereich der Cashflow-Analyse, da dort auf die Definitionen zurückgegriffen wird.

Im Anschluss an die Begriffsabgrenzung werden im theoretischen Hauptteil – Kapitel 3 – der Cashflow und die Cashflow-Analyse vorgestellt. Der Definition und Entwicklung der Kennzahl folgt eine Darstellung der Kapitalflussrechnung, als primäre Methode zur Ermittlung des Cashflows. Grundlagen, Gestaltungsanforderungen, Fondsabgrenzung, Darstellung und Gliederung, Ermittlungstechniken sowie nationale und internationale Standards und Konzeptionen der Kapitalflussrechnung werden hier aufgeführt. Darüber hinaus werden Berechnungsmethoden vorgestellt, welche, bei nicht vorhandener Kapitalflussrechnung, den Cashflow (annäherungsweise) bestimmen können. Schließlich wird auf die Problematik der uneinheitlichen Definition und Berechnung von Cashflow-Größen hingewiesen.

Im Abschnitt 3.4 zur Cashflow-Analyse werden die Begriffsabgrenzungen aufgegriffen. Die finanzwirtschaftliche Cashflow-Analyse beurteilt die finanzielle Stabilität des Unternehmens und umfasst die Analyse des finanziellen Gleichgewichts, der Finanzkraft und der Liquidität. Das finanzielle Gleichgewicht wird mittels der betragsmäßigen Analyse des Cashflows, der Analyse der Ein- und Auszahlungsstruktur sowie der Spaltung der Bereich-Cashflows analysiert. Finanzkraft und Liquidität werden hingegen auf Basis von Verhältniszahlen beurteilt, deren Interpretation und Grenzen dargetan werden. Die erfolgswirtschaftliche Cashflow-Analyse ist mit der künftigen Ertragskraft des Unternehmens befasst und nutzt die Ergebnis- und die Rentabilitätsanalyse. Innerhalb der Ergebnisanalyse wird zunächst die prinzipielle Eignung des Cashflows als Erfolgsmaßstab – retrospektiv und prospektiv – besprochen. Anschließend wird die Messung der Erfolgsqualität in Kennzahlenform vorgestellt. Die Rentabilitätsanalyse umfasst ebenfalls Verhältniszahlen, deren Möglichkeiten und Grenzen dargelegt werden. Schließlich fungiert ein Portfoliomodell, auf Basis vom Free-Cashflow und Cash Value Added, im Abschnitt 3.4.4 zur strategischen Cashflow-Analyse als Beispiel für die Beurteilung des Erfolgspotentials anhand des Cashflows.

Ein Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und schlägt Möglichkeiten zur weiteren Forschung auf dem Gebiet vor. Ferner ist ein Praxisbeispiel zur Cashflow-Analyse angehängt. Dort wird die SolarWorld AG, aus Sicht des Jahres 2005, einer Cashflow-Analyse unterzogen.

2. Begriffsabgrenzung

Die vorliegende Arbeit ist – neben dem Cashflow – mit der Cashflow-Analyse, als Bestandteil der finanzwirtschaftlichen, der erfolgswirtschaftlichen sowie der strategischen Bilanzanalyse[9], befasst. Daher werden der grundlegende Bilanzanalyseprozess sowie die drei genannten Komponenten der Bilanzanalyse im Folgenden dargestellt und abgegrenzt. Grundsätzlich gilt, dass die finanz- und erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse die traditionelle Bilanzanalyse abdecken, während in der strategischen Bilanzanalyse wertorientierte, moderne Ansätze der Analyse verfolgt werden.[10]

2.1 Der traditionelle Bilanzanalyseprozess

Der traditionelle Jahresabschlussanalyseprozess auf Kennzahlenbasis umfasst drei[11] Schritte: Aufbereitung der Daten, Kennzahlenbildung und Urteilsbildung. Darstellung 1 weist auf die sukzessive Ausführung der Schritte hin und beinhaltet zusätzliche Erläuterungen.

Darstellung 1: Der traditionelle Bilanzanalyseprozess

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Meyer, Cashflow-Reporting und Cashflow-Analyse, 2007, S. 473.

Im ersten Schritt werden, zur Eliminierung bilanzpolitischer Einflüsse, die zugrunde liegenden Daten (in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder Kapitalflussrechnung) nachvollzogen, aufbereitet und verdichtet. Innerhalb dieses Prozessschrittes werden Umgliederungen und Umbewertungen ausgeübt. Während die Umbewertung regelmäßig nur intern, als Änderung von Posten im Jahresabschluss, vorgenommen werden kann, ist die Umgliederung auch extern ausführbar. Die Umgliederung umfasst Aktionen mit Auswirkungen auf die Bilanzsumme[12] (Saldierung und Erweiterung von Posten) sowie ohne Einfluss auf die Bilanzsumme (Umgruppierung, Neubildung, Aufspaltung) und mündet, bei der Analyse einer Bilanz, regelmäßig in der Aufstellung einer Strukturbilanz.[13]

Die Kennzahlenbildung entspricht dem zweiten Schritt im Analyseprozess. Dieser Schritt umfasst die Definition von Kennzahlen – absolute und relative Zahlen – oder Kennzahlsystemen[14] und die Berechnung der gewählten Kennzahlen. Die Auswahl der Kennzahlen zur Jahresabschlussanalyse trifft der externe Analyst mit Rücksicht auf die Unternehmensinnenwelt (beispielsweise Größe, Struktur, Strategie und Alter) und die Unternehmensumwelt (unter Beachtung von z.B. Branche, Konkurrenten sowie gesetzlichen Rahmenbedingungen). Die Vermittlung von komprimierten Informationen über betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und Entwicklungen innerhalb des Unternehmens ist Aufgabe der Kennzahlen.[15]

Schließlich bildet die Urteilsbildung den Abschluss der Bilanzanalyse. Bei der Urteilsbildung werden die berechneten Kennzahlenergebnisse mit Vorjahrsergebnissen (Zeitvergleich), Branchendurchschnitt oder Branchenbenchmarks (Branchenvergleich), geplanten Variablen (Soll-Ist-Vergleich) und anderen Betrieben (Betriebsvergleich) verglichen. Aus den erarbeiteten Kennzahlen und Vergleichen wird dann ein Gesamturteil gefällt und dem Analyseadressaten kommuniziert.[16]

2.2 Die finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse

Die Analyse der finanzwirtschaftlichen Situation eines Unternehmens gibt Aufschluss über dessen finanzielle Stabilität, welche grundlegend für die Analyse der Ertragskraft in der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse ist. Die finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse nutzt – wie in Darstellung 2 aufgezeigt – die Investitionsanalyse (Vermögensstruktur)[17], die Finanzierungsanalyse (Kapitalstruktur) und die Liquiditätsanalyse.[18]

Darstellung 2: Die finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Coenenberg, Jahresabschluss- und Jahresabschlussanalyse, 2003, S. 947.

Aufgabe der Investitionsanalyse ist die Gewinnung von Informationen über die „Art und Zusammensetzung des Vermögens sowie die Dauer der Vermögensbindung“[19] innerhalb eines Unternehmens. Aufschluss über die Art und Zusammensetzung des Vermögens geben Intensitätskennzahlen, wie die Anlage- oder Umlaufintensität, welche Vermögensbestandteile ins Verhältnis zum Gesamtvermögen setzen. Die Dauer der Vermögensbindung hingegen lässt sich anhand von Umschlagskoeffizienten ermitteln. Weiterhin fallen Anlagenabnutzungsgrad, Investitions-, Wachstums- und Abschreibungs-quote in die Investitionsanalyse.[20]

Zur Abschätzung von Finanzrisiken stehen die Art, Zusammensetzung, Fristigkeit und Sicherheit des Kapitals im Fokus der Finanzierungsanalyse. Den Anfangspunkt dieser Analyse bilden Quoten von Eigen- und Fremdkapital am Gesamtkapital, sowie der statische Verschuldungsgrad – als Quotient aus Fremd- zu Eigenkapital. Darauf aufbauend eröffnet sich eine Vielzahl an Kennzahlen wie zum Beispiel der Finanzierungskoeffizient, weitere statische Verschuldungsgrade, der Bilanzkurs des Unternehmens sowie das Lieferantenziel.[21]

Als Liquidität wird die „Eigenschaft von Wirtschaftssubjekten [bezeichnet], ihren Zahlungsverpflichtungen bei Aufforderungen in jedem Zeitpunkt nachkommen zu können“[22]. Das Analyseziel der Liquiditätsanalyse bildet – unter Annahme der Unternehmensfortführung (going concern -Prinzip) – die Feststellung, ob Liquidität vorhanden ist. Ferner wird eine Einschätzung von Risiken und Wahrscheinlichkeiten bezüglich drohender Illiquidität getroffen. Die Liquiditätsanalyse spaltet sich dabei in statische (Bestandsgrößen) und dynamische (Stromgrößen) Analyse. Die statische Analyse nutzt zur Erreichung des Analyseziels horizontale Bilanzkennzahlen – Quotienten aus Aktiva zu Passiva oder umgekehrt – also Momentaufnahmen von Bestandsgrößen. Neben den lang- und mittelfristigen Kennzahlen: Deckungsgrade A und B, welche Eigenkapital bzw. Eigenkapital zuzüglich langfristige Verbindlichkeiten ins Verhältnis zum Anlagevermögen setzen, sind die Liquiditätsgrade verbreitet. Die Liquiditätsgrade sind kurzfristige Kennzahlen und teilen Vermögensgegenstände – mit ansteigendem Grad (1 – 3) steigt deren Fristigkeit[23] – durch kurzfristiges Fremdkapital. Zugrunde liegt allen statischen Kennzahlen der Liquiditätsanalyse der Grundsatz der Fristenkongruenz, welche eine positive Korrelation zwischen Dauer der Bindung/Verfügbarkeit von Aktiva/Passiva und dem Zeitpunkt der Einnahme und Ausgabe annimmt. Die dynamische Liquiditätsanalyse hingegen verwendet Stromgrößen aus der Vergangenheit um zukünftige Zahlungsströme zu prognostizieren. Diese Analyseform nutzt den Cashflow und die Informationen aus der Kapitalflussrechnung (vertiefend hierzu die Abschnitte 3.4.2.1 und 3.4.2.2).[24]

2.3 Die erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse

Der Erfolgsbegriff im Rechnungswesen steht regelmäßig für den Gewinn (positiver Unternehmenserfolg) oder den Verlust (negativer Unternehmenserfolg) eines Unternehmens. Ermittelt wird der Erfolg durch die Differenz der Summe der Erträge (Vermögensmehrungen) und der Summe der Aufwendungen (Vermögensminderungen) innerhalb einer Periode.[25]

Die erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse basiert auf dem Jahresabschluss und ist mit der Ertragskraft von Unternehmen befasst. Obgleich der Begriff Ertragskraft einen Zukunftsbezug der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse suggeriert, wird hier tatsächlich die Erfolgslage einer vergangenen Periode ermittelt und analysiert. Grund dafür ist der Vergangenheitsbezug des Jahresabschlusses, der ausschließlich im Lagebericht und zur Einhaltung des Imparitätsprinzips durchbrochen wird. Daher besteht die Notwendigkeit die gewonnenen Erkenntnisse der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse zur Bildung von Rückschlüssen auf die zukünftige Erfolgslage zu interpretieren. Hierfür wird der tatsächliche Erfolg einer Periode ermittelt (Ermittlungsfunktion), die Entstehung des Ergebnisses analysiert und Ursachen für ein unter- oder überschreiten von geplanten Erfolgszielen bestimmt (Erklärungsfunktion). Aus den Ergebnissen dieser Ermittlungs- und Erklärungsfunktionen lassen sich Erfolgsprojektionen für zukünftige Perioden ableiten.[26]

Darstellung 3: Die erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Coenenberg, Jahresabschluss- und Jahresabschlussanalyse, 2003, S. 988.

Darstellung 3 zeigt die Aufteilung der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse in die Ergebnis-, Rentabilitäts-, Wertschöpfungs- und Break-even-Analyse.

Die Ergebnisanalyse ist weiter unterteilbar in die betragsmäßige und die strukturelle Ergebnisanalyse. Grundlegend nutzt die Ergebnisanalyse als Ausgangspunkt den in der Gewinn- und Verlustrechnung ermittelten Jahresüberschuss, um eine Untersuchung des Periodenergebnisses auszuführen. Hierbei ist die betragsmäßige Ergebnisanalyse mit der Ermittlung des tatsächlichen Erfolgs befasst, während der strukturellen Ergebnisanalyse die Erfolgsspaltung sowie die Erfolgssegmentierung (Ergebnisquellen-analyse) und die Ergebnisstrukturanalyse (Ertrags- und Aufwandsstrukturanalyse) entspringen.[27]

Die Rentabilitätsanalyse ist eine relative Erfolgsanalyse, welche Rentabilitätskennzahlen eines Unternehmens ermittelt und mit dem Zeitablauf, Industrie- oder Konkurrenzdaten vergleicht, um Aussagen über die Erfolgslage des Unternehmens zu treffen.[28] Die Wertschöpfungsanalyse betrachtet nicht die hier definierte Erfolgsgröße von Gewinn oder Verlust, sondern die umfassendere Größe Wertschöpfung (das Einkommen aller Stakeholder) als Indikator für die Ertragskraft des Unternehmens. Schließlich ermittelt die Break-even-Analyse, auf Basis von Erlösen und Kosten (abhängig von Beschäftigung), den benötigten Beschäftigungsgrad um die Verlustzone zu verlassen.[29]

Der Cashflow taucht als Erfolgsmaßstab (in retrospektiver und prospektiver Form) in der betragsmäßigen Ergebnisanalyse und als Kennzahlenbestandteil in der Rentabilitäts-analyse auf.[30]

2.4 Die strategische Bilanzanalyse

Die strategische Bilanzanalyse erfasst die künftigen Liquiditäts- und Erfolgstreiber um das Erfolgspotential des Unternehmens zu ermitteln. Da der Jahresabschluss regelmäßig retrospektiv[31] erfasst wird, benötigt die Ermittlung des Erfolgspotentials allerdings Informationen, die über die Erfordernisse der Rechnungslegung hinausgehen. Folglich ist die strategische Bilanzanalyse, im Gegensatz zur finanz- und erfolgswirtschaftlichen Analyse, nicht auf alle Jahresabschlüsse anwendbar und hat in Teilen den Charakter einer ganzheitlichen Unternehmensanalyse.[32] Ferner bedeutet dies eine aufwendigere Ermittlung, da ein geringeres Standardisierungs- und Quantifizierungspotential vorliegt.[33]

Darstellung 4: Die strategische Bilanzanalyse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Coenenberg, Jahresabschluss- und Jahresabschlussanalyse, 2003, S. 1089.

Die strategische Bilanzanalyse wird, aufgrund des Fokus auf den Unternehmenswert, auch als wertorientierte Bilanzanalyse bezeichnet. Die Bestimmung des Unternehmenswerts und dessen Nutzung als Steuerungsinstrument bilden die Zielsetzung der strategischen Bilanzanalyse. Darstellung 4 vermittelt die Schnittstelle zwischen den möglichen Bewertungsformen (Substanz-, Markt- und Zukunftserfolgswert) und den Analyseinstrumenten (ressourcenorientierte, marktwertorientierte und zukunfts-erfolgswertorientierte Analyse).[34]

In der ressourcenorientierten Analyse wird mittels der Residualgewinnmethode der Unternehmenswert errechnet. Hier besteht der Unternehmenswert aus den Komponenten Anfangsvermögen zum Zeitpunkt der Bewertung (V0) und Geschäftswert (GW). Der Geschäftswert errechnet sich aus der Summe der Barwerte aller Residualgewinne (RG), welche wiederum die Gewinne vor den Kapitalkosten widerspiegeln. Der Geschäftswert wird dabei regelmäßig in kurzfristig und langfristig[35] unterteilt. Idealtypisch gilt, dass das Anfangsvermögen dem bilanziellem Vermögen entspricht, während bilanziell nicht erfasste immaterielle Vermögenswerte[36] im kurzfristigen und intellectual capital[37] im langfristigen Geschäftswert erfasst werden.

Zwei Fragestellungen bilden die Basis der marktwertorientierten Analyse:

1. Welche Rentabilität – bezogen auf den Marktwert – wurde erzielt (Aktienrentabilität)?
2. Wie hoch ist der von den Investoren angenommene Unternehmenswert (die Marktkapitalisierung) und ist er angemessen mit Bezug auf das Ergebnis (P/E-Ratio)?

Innerhalb der Analyse werden weitergehende Fragen bezüglich der Aktienrentabilität und des Marktwertes formuliert, um Bedeutungsinterpretationen zu ermöglichen und Intentionen der Investoren zu ermitteln. Zielsetzung ist also die Interpretation und Verifikation oder Falsifikation (mit anschließender Modifikation) des Marktwertes und der Rentabilität des Unternehmens.[38]

Die zukunftserfolgswertorientierte Analyse wird auf Segmentebene eines Unternehmens ausgeführt und beinhaltet wesentliche Überschneidungen mit der ganzheitlichen Unternehmensanalyse. Hier wird eine Analyse der SWOT (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats) eines Unternehmenssegments verbunden mit klassischer oder moderner Kennzahlenanalyse im entsprechenden Segment. Die Kennzahlenanalyse bietet drei Ansätze: Investitionspolitik und Innenfinanzierungskraft, Wertgenerierung sowie eine Kombination aus Wert- und Liquiditätsgenerierung. Die Kombination des SWOT Profils und der Kennzahlenanalyse vermittelt eine Tendenz im Hinblick auf den Unternehmenswert, gemessen am zukünftigen Erfolg.[39]

3. Cashflow und Cashflow-Analyse

Der theoretische Hauptteil der vorliegenden Arbeit behandelt den Cashflow und die Cashflow-Analyse. Zuerst werden im Folgenden eine Definition des Cashflow-Terminus sowie die historische Entwicklung der Kennzahl dargestellt. Darauf aufbauend wird die Primärmethode[40] zur Ermittlung von Cashflows (die Kapitalflussrechnung) vorgestellt. Anschließend werden weitere Methoden zur Berechnung des Cashflows aufgezeigt und die Problematik der uneinheitlichen Berechnungsmethoden erörtert. Weiterhin werden Möglichkeiten und Grenzen der finanzwirtschaftlichen, erfolgswirtschaftlichen und strategischen Cashflow-Analyse dargelegt.

3.1. Entwicklung und Definition

Der englische Begriff Cashflow fand zu Beginn der fünfziger Jahre Einzug in die Bilanz- und Wertpapieranalyse in den Vereinigten Staaten von Amerika. Der Cashflow wurde rasch Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen und Berichterstattungen aus der Praxis – sowohl im angelsächsischen Raum, als auch im Rest der Welt. In Deutschland wurde der Cashflow ab 1959 registriert.[41] Die Geschwindigkeit der Verbreitung der Kennzahl und der Ursprung in der unternehmerischen Praxis bilden die Grundlage für Uneinheitlichkeiten im Berechnungsschema des Cashflows, die bis heute bestehen.[42] Rechnerischer Ursprung des Cashflows ist die Rückaddition der Abschreibungen zum Gewinn. Diese Form der Eliminierung von bilanzpolitisch beeinflussbaren Größen findet schon in verwandten Kennzahlen, wie dem „finanzwirtschaftlichem Gewinn“[43] oder dem „Umsatzüberschuss“[44] Anwendung.

Seit seiner Einführung in Deutschland wurden verschiedentlich Versuche unternommen den Begriff Cashflow direkt (bspw. als Geld- oder Kassenfluss[45]) beziehungsweise sinngemäß (zum Beispiel als „Finanzüberschuß“[46] oder „Bruttoüberschußziffer“[47]) zu übersetzen oder ihn durch einen als passender erachteten Begriff (bspw. „der liquiditätswirksame Jahresüberschuß“[48] oder „Zahlungsüberschuß aus dem laufenden Betriebsprozeß einer Periode“[49]) zu ersetzen.[50] Bestärkt wurden diese Versuche auch durch die Bezeichnung des Begriffs Cashflow als „Namensirrtum“[51]. Letztlich hat sich allerdings sowohl international, als auch in Deutschland, der Begriff Cashflow durchgesetzt.[52]

Die obigen Ausführungen deuten in Ansätzen schon auf den Grundgedanken des Cashflows hin: das „Zahlungsdenken“[53]. Allgemein wird die Differenz zwischen Einzahlungen und Auszahlungen einer Periode als Cashflow bezeichnet.[54] In dieser Form der Auslegung tritt der Cashflow in der Rechnungslegung, Bilanzanalyse, Unternehmensbewertung und -steuerung sowie in der Finanz- und Geschäftsplanung auf.[55] Die Anwendungsgebiete Rechnungslegung und Bilanzanalyse sind Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Gesetzlich vorgeschriebene oder empfohlene Berichterstattungen über den Cashflow in der Kapitalflussrechnung zeigen die Herkunft und Verwendung von Finanzmittelfonds. Dabei wird in Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden (vertiefend hierzu Punkt 3.2).[56] In der Bilanzanalyse wird der Cashflow vorwiegend[57] als Indikator für die Finanzkraft, die Liquidität und das finanzielle Gleichgewicht von Unternehmen verwendet; folglich ist er Bestandteil der finanzwirtschaftlichen Bilanzanalyse. Jedoch werden auch Ansätze – sowohl retrospektive als auch prospektive – verfolgt, die den Cashflow zur Ermittlung der Ertragskraft in der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse nutzen.[58] Schließlich wird in der strategischen Bilanzanalyse, zur Ermittlung des Erfolgspotentials, auf den Cashflow zurückgegriffen (vertiefend zur Cashflow-Analyse Abschnitt 3.4).[59]

3.2 Die Kapitalflussrechnung

Im Fortgang wird die Kapitalflussrechnung als Periodenbericht über die Zahlungsströme eines Unternehmens betrachtet. Definitorische Grundlagen werden hier durch Gestaltungsanforderungen, Fondsabgrenzung, Gliederung und Ermittlungstechniken erweitert. Weiterhin werden rechtliche Grundlagen und Entwicklungen sowie Besonderheiten nationaler und internationaler Rechnungslegungsnormen, mit Bezug auf die Kapitalflussrechnung, dargestellt.

3.2.1 Grundlagen

Der Begriff Kapitalflussrechnung war und ist Gegenstand unterschiedlicher Definitionsansätze in betriebswirtschaftlicher Literatur und Praxis.[60] Allerdings hat sich ein einheitlicher Grundgedanke zur Kapitalflussrechnung auf Basis von nationalen und internationalen Rechnungslegungsstandards entwickelt. Die Erfassung und Offenlegung der Zahlungsströme, als Hauptaufgaben und Zielsetzungen der Kapitalflussrechnung, gelten mittlerweile als anerkannt. Die Aufschlüsselung von Herkunft und Verwendung liquider Mittel (regelmäßig im Zusammenhang mit der Kapitalflussrechnung auch Finanzmittelfonds oder Fonds genannt) innerhalb einer Periode macht die Kapitalflussrechnung ferner zur dritten Jahresrechnung neben der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung (siehe Darstellung 5).[61]

Darstellung 5: Der Jahresabschluss

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Coenenberg, Jahresabschluss- und Jahresabschlussanalyse, 2003, S. 704.

3.2.2 Gestaltungsanforderungen

Die Aufgabe der Darstellung von Zahlungsströmen erfordert die Bestimmung von Gestaltungsanforderungen an die Kapitalflussrechnung.[62] Die erste Anforderung bildet der Periodenbezug. Er verlangt eine strenge Abgrenzung von Perioden und verbietet jedwede Periodisierung von Einzahlungen und Auszahlungen, da dies zu einer Verfälschung der tatsächlichen Zahlungsgrößen führte.[63] Weiterhin gilt das Prinzip der Stetigkeit auch in Hinblick auf die Kapitalflussrechung. Hier impliziert die Stetigkeit eine einheitliche Definition des Fonds sowie der drei Bereiche der Kapitalflussrechnung: Laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Eine Abweichung zum Vorjahr in einem der Elemente würde die Vergleichbarkeit der Kapitalflussrechnung beeinträchtigen.[64] Ferner ist das Bruttoprinzip bei der Kapitalflussrechnung anzuwenden. Durch die Zielsetzung der Abbildung aller Zahlungsströme einer Periode verbietet sich der saldierte Ausweis von Einzahlungen und Auszahlungen. Dieses Prinzip entspricht dem Saldierungsverbot der Bilanzierung.[65] Schließlich finden bei der Kapitalflussrechnung noch die Prinzipien der Nachprüfbarkeit und der Wesentlichkeit Anwendung. Die Nachprüfbarkeit soll gewährleisten, dass ein sachverständiger Dritter in der Lage wäre die Kapitalflussrechnung abzuleiten. Sichergestellt wird diese Ableitbarkeit durch Geschäftsvorfälle aus dem Rechnungswesen, auf denen die Kapitalflussrechnung beruht. Die Wesentlichkeit wiederum ermöglicht es den Ausweis einzelner Zahlungen zu unterlassen, wenn durch ihre Abwesenheit kein wesentlicher Informationsverlust entsteht.[66]

3.2.3 Abgrenzung des Fonds

Allgemein wird jede Zusammenfassung von Bilanzpositionen als Fonds bezeichnet. Hierbei ist auch eine nur teilweise Berücksichtigung einzelner Bilanzposten denkbar. Entsprechend der jeweiligen Definition des Fonds werden mehrere ganze oder Teile von Bilanzposten zu einer buchhalterischen Einheit formiert. Fonds sind sowohl in Brutto- als auch in Nettoform anzutreffen, wobei letztere Passivposten enthält, die von den Aktivposten subtrahiert werden.[67] Basis zur Berechnung des Fonds bilden der Fondsänderungsnachweis und die Ursachenrechnung.[68]

Der Fonds für die zahlungsorientierte Kapitalflussrechnung wird als Finanzmittelbestand oder -fonds abgegrenzt. Es handelt sich hierbei um einen Fonds der Netto-Zahlungsmittel[69]. Das bedeutet, dass der Fonds alle Mittel enthält, über die das Unternehmen in bar oder in Form von kurzfristig einlösbaren Liquiditätsreserven (Sichteinlagen) verfügen kann. Weiterhin ist eine Ausweitung des Fonds auf Zahlungsmitteläquivalente – kurzfristige äußerst liquide Geldanlagen[70] – verbreitet. In diesem Zusammenhang wird von einem Netto-Fonds der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gesprochen. Beide Fonds werden um die Bankverbindlichkeiten mit jederzeitiger Fälligkeit gekürzt.[71] Eine Offenlegung und Erläuterung des Fonds und aller Fondskomponenten im Anhang (bzw. den notes) ist in nationaler und internationaler Rechnungslegung geboten. Ferner gilt jedwede Durchbrechung des Prinzips der Stetigkeit bei der Fondsabgrenzung als detailliert berichtspflichtig.[72]

3.2.4 Darstellung und Gliederung

Wie bei den anderen Jahresabschlusskomponenten, Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, kann theoretisch auch bei der Kapitalflussrechnung zwischen Aufstellung in Konto- oder Staffelform entschieden werden. Jedoch fordern nationale und internationale Standards die Verwendung der Staffelform. Die Kontoform stellt Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse gegenüber und ermittelt einen Saldo, der in Form eines Überschusses oder Fehlbetrags einsehbar ist. Sie gilt allgemein als verständlich und übersichtlich.[73] Gleichwohl haftet der Kontoform die Beschränkung auf zwei Dimensionen in der ersten Gliederungsebene an.[74] Die für die Kapitalflussrechnung gebräuchliche Staffelform hingegen bietet einen aufrechnenden, multidimensionalen, stromorientierten Charakter. In der Staffelform werden gleichartige Mittelbewegungen in Unterbereiche (bspw. operativer Cashflow[75]) zusammengefasst und ein Saldo dieser Bereiche wird ausgewiesen.[76]

Ferner besteht die Wahl der Gliederungsart – Finanzflussformat oder Aktivitätsformat – welche wiederum von national und international geltenden Normen vorweggenommen wird, indem das Aktivitätsformat gefordert wird. Im Finanzflussformat (sources and uses format) wird die Mittelherkunft in Außen- und Innenfinanzierung und die Mittelverwendung in Investitions- und Definanzierungsabflüsse aufgeschlüsselt.[77] Das Aktivitätsformat (activity format) demgegenüber spaltet Zahlungsflüsse (und folglich die Kapitalflussrechnung) in erster Instanz nach betrieblichen Funktionsbereichen; üblicherweise in gewöhnliche Geschäftstätigkeit (cashflow from operating activities), Investitions- (cashflow from investing activities) und Finanzierungstätigkeit (cashflow from financing activities). Der operative Bereich bildet Zahlungsströme der Herstellung beziehungsweise Beschaffung und Lieferung von Gütern sowie der Erbringung von Dienstleistungen ab. Das Ergebnis – der operative Cashflow – ist Indikator für die Selbstfinanzierungskraft des Unternehmens aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.[78] Der Investitionsbereich besteht aus Mittelzuflüssen aus Desinvestitionen (bspw. Verkauf von Anlagevermögen) und Mittelababflüssen für Investitionen (bspw. ein Patentkauf). Der ermittelte Cashflow aus der Investitionstätigkeit zeigt den Gesamtzufluss oder -abfluss aus der Investitionstätigkeit. Der Finanzierungsbereich ist der Ermittlung der Netto-Außenfinanzierung gewidmet. Mittelbewegungen im Finanzbereich resultieren aus Transaktionen mit den Eigen- und Fremdkapitalgebern des Unternehmens. Schließlich werden im Fondsänderungsnachweis die drei Teilergebnisse der Kapitalflussrechnung der Periode summiert. Ferner sind zahlungsunwirksame Vorgänge – wie Wechselkursänderungen oder Zu- bzw. Abschreibungen auf Wertpapiere – in einer weiteren Position zu eliminieren. Die Addition des Fondbestandes zu Beginn der Periode komplettiert den Fondsbestand zum Ende der Periode.[79]

Bezüglich Darstellung und Gliederung der Kapitalflussrechnung bildet der Ausweis in direkter oder indirekter Methode die letzte Fragestellung. Erneut grenzen Standards die Vorgehensweise, zumindest bei der Investitions- und Finanzierungsfähigkeit, auf die direkte Methode ein. Im operativen Bereich herrscht indessen regelmäßig ein Wahlrecht zwischen direktem und indirektem Ausweis. Die direkte Methode (auch Bruttodarstellung nach direktem Verfahren genannt) summiert und subtrahiert unsaldierte Ein- und Auszahlungen des jeweiligen Bereichs. Bei der indirekten Methode zur Ermittlung des operativen Cashflows bildet das Periodenergebnis den Ausgangspunkt der Berechnung. In einer retrograden Überleitungsrechnung[80] werden Posten, die zahlungsunwirksam oder zahlungswirksam sind abgezogen und hinzugerechnet.[81] Ferner werden Umbuchungen in andere Bereiche der Kapitalflussrechnung vorgenommen. Obgleich beide Resultate identisch sind, wird der direkten Methode in der Literatur und der indirekten in der Praxis[82] der Vorzug gegeben.[83]

Zusammenfassend verdeutlicht Darstellung 6 die Ausführungen zur Darstellung und Gliederung der Kapitalflussrechnung, anhand einer in Staffelform aufgestellten, Kapitalflussrechnung im Aktivitätsformat mit indirektem Ausweis des operativen Cashflows.

Darstellung 6: DRS 2: Kapitalflussrechnung – Mindestgliederung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Coenenberg, Jahresabschluss- und Jahresabschlussanalyse, 2003, S. 798.

3.2.5 Ermittlungstechniken

Grundsätzlich kann die Erstellung einer Kapitalflussrechnung entweder originär (also aus den Konten der Finanzbuchhaltung) oder derivativ (das bedeutet aus den restlichen Komponenten des Jahresabschlusses) ausgeführt werden. Bei der originären Ermittlung werden aus den Geschäftsvorfällen des Unternehmens die zahlungswirksamen Vorfälle identifiziert (beispielsweise mittels eines zusätzlichen Schlüssels[84]). Diese direkte Erfassung stellt eine detaillierte Aufstellung der Liquidität eines Unternehmens dar. Auf Konzernebene jedoch scheidet eine originäre Ermittlung in der Praxis häufig aus, da die Konzernbuchhaltung die Ableitung originärer Zahlungsströme nicht bewältigen kann. Dementsprechend werden Konzernkapitalflussrechnungen regelmäßig derivativ erstellt.[85]

Die derivative Ermittlung der Kapitalflussrechnung nutzt Daten aus Bilanzen und der Gewinn- und Verlustrechnung, um daraus die Kapitalflussrechnung abzuleiten. Bei derivativem Vorgehen werden zahlungsunwirksame Vorfälle sowie Periodisierungen aus den Quellrechnungen eliminiert.[86] Die derivative Ermittlungsmethode der Kapitalfluss-rechnung wird in der Praxis bevorzugt genutzt.[87]

Detaillierte Vorschläge zur Vorgehensweise, bei beiden Ermittlungsmethoden, werden in Darstellung 7 aufgezeigt.

Darstellung 7: Ermittlungsmethoden der Kapitalflussrechnung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Meyer, Cashflow-Reporting und Cashflow-Analyse, 2007, S. 72.

3.2.6 Nationale und internationale Standards und Konzeptionen

Als Erweiterung zu den vorher dargestellten (grundsätzlichen) Ausführungen zur Kapitalflussrechnung, sollen im Fortgang Entwicklung und Besonderheiten in den Normen HGB, IFRS und US-GAAP zur Kapitalflussrechnung erläutert werden. Unterschiede in Gliederung, Darstellung und Angabenpflicht sowie bei der Behandlung von Ertragsteuern, Zinsen und Dividenden werden dabei hervorgehoben.

3.2.6.1 United States Generally Accepted Accounting Principles

Die international erste Verpflichtung[88] zur Aufstellung und zum Ausweis einer Kapitalflussrechnung entstammt der Accounting Principles Board (APB) opinion No. 19 – Reporting Changes in Financial Positions aus dem Jahr 1971. Ersetzt[89] wurde diese opinion im Jahr 1987 durch den Financial Accounting Standard (FAS) 95 – Statement of Cashflows. Der FAS 95 etablierte die global angewandte Standardform der Kapitalflussrechnung.

Die Kapitalflussrechnung nach FAS 95 ist in Staffelform aufzustellen und originär oder derivativ zu ermitteln. Bei der Darstellung des Cashflows aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird die direkte Methode vorgezogen. Allerdings bedingt sie die Darstellung einer Überleitungsrechnung in die indirekte Methode – dies gilt in der Literatur[90], neben Kosten- und Praktikabilitätsgründen, als weiterer Grund für die Verbreitung der indirekten Methode in der amerikanischen Bilanzierungspraxis. Die Fondsdefinition nach FAS 95 beinhaltet Zahlungsmittel und -äquivalente als mögliche Komponenten. Jedoch weicht sie vom unter Abschnitt 3.2.3 herausgestellten Standard der Abzugsfähigkeit von kurzfristigen Bankverbindlichkeiten ab: Bankverbindlichkeiten sind nach FAS 95 nicht im Fonds zu berücksichtigen. Die Behandlung von erhaltenen und gezahlten Zinsen[91] sowie erhaltenen Dividenden[92] und gezahlten Ertragsteuern im FAS 95 entspricht dem inclusion concept. Es wird ein Ausweis im Cashflow der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gefordert. Gezahlte Dividenden hingegen sind im Finanzierungsbereich zu berücksichtigen.[93]

[...]



[1] Vgl. Ball/McCulloch/Frantz/Geringer/Minor, International Business – The Challenge of Global Competition, 2006, S. 10ff; Welge/Holtbrügge, Internationales Management, 2006, S. 26ff.

[2] Vgl. Behringer, Cash-flow und Unternehmensbeurteilung, 2007, S. 56ff.

[3] Vgl. Coenenberg/Alvarez/Meyer, Cashflow, in: Gerke/Steiner (Hrsg.) Handwörterbuch des Bank- und Finanzwesens, 2001, S. 479.

[4] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 1011ff. und Meyer, Cashflow-Reporting und Cashflow-Analyse, 2007, S. 461ff.

[5] Unter anderem: Baetge/Kirsch/Thiele, Bilanzanalyse, 2004, S. 344ff.; Küting/Weber, Die Bilanzanalyse, 2006, S. 153ff und S. 233ff., Perridon/Steiner, Finanzwirtschaft der Unternehmung, 2007, S. 555ff., Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 985ff, Gräfer, Bilanzanalyse, 2005, S. 58ff.

[6] Vgl. Paton, The “Cash-Flow” Illusion, in: The Accounting Review (AR), 1963, S. 243ff; Leffson, Cash Flow – weder Erfolgs- noch Finanzindikator, in: Forster/Schuhmacher (Hrsg.), Aktuelle Fragen der Unternehmensfinanzierung und Unternehmensbewertung, 1970, S. 108ff; Seicht, Cash-flow-Illusionen, in: Seicht (Hrsg.), Jahrbuch für Controlling und Rechnungswesen ´89, 1989, S 11ff.

[7] Vgl. Gale/Branch, Cash flow analysis: more important than ever, in: Harvard Business Review, July-August 1981, S. 131ff.

[8] Hierbei ist zu beachten, dass der Begriff Ertragskraft Gegenstand der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse ist und nicht etwa den Zahlungsgedanken des Cashflows untergräbt.

[9] Im Schrifttum werden die Wörter „Bilanzanalyse“ und „Jahresabschlussanalyse“ in diesem Zusammenhang synonym genutzt.

[10] Vgl. Küting/Weber, Die Bilanzanalyse, 2006, S. 111ff., 209ff. und 349ff. Allerdings werden in der strategischen Bilanzanalyse ausschließlich die wertorientierten Analysemethoden angewandt.

[11] In der Literatur werden zwischen zwei und sieben Schritten vorgeschlagen, jedoch gilt die Einteilung in drei Hauptprozessschritte als am ehesten verbreitet (Vgl. Meyer, Cashflow-Reporting und Cashflow-Analyse, 2007, S. 472).

[12] Die Zusammenhänge gelten hier auch für die Abschlusssummen der GuV und der Kapitalflussrechnung.

[13] Vgl. Küting/Weber, Die Bilanzanalyse, 2006, S. 80f.

[14] Beispielsweise das Du Pont-Kennzahlensystem (auch als Grund- oder Basismodell bezeichnet) aus dem Jahr 1919, entwickelt von der E.I. Du Pont de Nemours and Company (Vgl. E.I. DuPont de Nemours and Company, Executive Committee, Control Charts, A Description of the Du Pont Chart System for Appraising Operating Performance, 1959), welches in der Literatur (stellvertretend Küting/Weber) als das „wohl älteste und allgemein bekannteste Kennzahlensystem“ (Küting/Weber, Die Bilanzanalyse, 2006, S. 58) bezeichnet wird.

[15] Vgl. Küting/Weber, Die Bilanzanalyse, 2006, S. 51ff.

[16] Vgl. Meyer, Cashflow-Reporting und Cashflow-Analyse, 2007, S. 477ff.

[17] Abweichend davon Baetge/Kirsch/Thiele, Bilanzanalyse, 2004, S. 191ff., welche – ausgehend von den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung – die Bilanzanalyse in Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gliedern und folglich eine Trennung von Investitions- und Finanzierungsanalyse vorschlagen.

[18] Hier sei angemerkt, dass sich die Cashflow-Analyse (abweichend von der traditionellen Bilanzanalyse) mit dem finanziellen Gleichgewicht, der Finanzkraft und der Liquidität von Unternehmen beschäftigt.

[19] Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 986.

[20] Vertiefend hierzu bspw. Baetge/Kirsch/Thiele, Bilanzanalyse, 2004, S. 191ff.

[21] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 993ff.

[22] Perridon/Steiner, Finanzwirtschaft der Unternehmung, 2007, S. 11.

[23] Die Liquidität 1. Grades umfasst die liquiden Mittel, der 2. Grad das monetäre Umlaufvermögen und die Liquidität 3. Grades das monetäre Umlaufvermögen sowie die Vorräte (Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 1006).

[24] Vgl. Meyer, Cashflow-Reporting und Cashflow-Analyse, 2007, S. 483f.

[25] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2003, S. 1233.

[26] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 1027ff.

[27] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 1029ff.

[28] Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele, Bilanzanalyse, 2004, S. 347ff.

[29] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 1105ff.

[30] Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele, Bilanzanalyse, 2004, S. 447ff.

[31] Ausnahme bilden hier, wie schon genannt, die Einhaltung des Imparitätsprinzips sowie der Lagebericht.

[32] Vgl. Küting/Weber, Die Bilanzanalyse, 2006, S. 467ff. in Verbindung mit Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 1127ff. und Meyer, Cashflow-Reporting und Cashflow-Analyse, 2007, S. 613ff.

[33] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 1127.

[34] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 1127ff.

[35] Kurzfristig bedeutet in diesem Zusammenhang innerhalb eines maximal einschätzbaren Zeitraums, während langfristig über diesen Zeitraum hinaus meint.

[36] Also originär generiertes, immaterielles Vermögen wie Patente, Produkt- und Markenideen bewertet zum fair value.

[37] Der Arbeitskreis „Immaterielle Werte im Rechnungswesen“ der Schmalenbach-Gesellschaft (in Der Betrieb 2001, S. 990f.) schlägt eine Stakeholder-orientierte Kategorisierung des intellectual capital in human, customer, supplier, investor, process, location und innovation capital vor.

[38] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 1131ff.

[39] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 1145ff.

[40] Vgl. Meyer, Cashflow-Reporting und Cashflow-Analyse, 2007, S. 89.

[41] Vgl. Hauck, Einzelfragen der Wertpapieranalyse, in: Sonderausgabe der Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen (ZfgK) 1959, abgedruckt in: Beiträge zur Wertpapieranalyse (BzW), 1986, S. 19ff.

[42] Vgl. Wagner, Die Aussagefähigkeit von cash-flow-Ziffern für die Beurteilung der finanziellen Lage in einer Unternehmung (I), in: Der Betrieb, 1985, S. 1601 und Meyer, Cashflow-Reporting und Cashflow-Analyse, 2007, S. 86ff.

[43] Rentrop, Aufstellung und Auswertung der finanzwirtschaftlichen Bilanz, in: Der Betrieb, 1952, S.1059.

[44] Flohr, Die Zeitraumbilanz, 1963, S. 62.

[45] Vgl. Behringer, Cash-flow und Unternehmensbeurteilung, 2007, S. 59.

[46] Büschgen, Aktienanalyse und Aktienbewertung nach der Ertragskraft, 1962, S.198.

[47] Hornef, Bruttoüberschußziffern als Mittel zur Beurteilung der Ertragskraft, in: Neue Betriebswirtschaft (NB), 1962, S. 56.

[48] Franke, Kapitalflußrechnung und Risikoanalyse als Instrument der Kreditprüfung, in: Wirtschaftswissenschaftliches Studium (WiSt), 1987, S. 158.

[49] Wagner, Die Aussagefähigkeit von cash-flow-Ziffern für die Beurteilung der finanziellen Lage in einer Unternehmung (I), in: Der Betrieb (DB), 1985, S. 1602.

[50] Eine umfassende Sammlung von Ansätzen zur Übersetzung und Definition liefert Siener (Vgl. Siener, Der Cash-Flow als Instrument der Bilanzanalyse, 1991, S. 33ff.).

[51]Misnomer“ bei Mann, Cash Flow Earnings – New Concept in Security Analysis, in: The Accounting Review (AR), 1958, S. 424 und Mason, “Cash Flow” Analysis and the Funds Statement, 1961, S. 5.

[52] Vollrodt, Cash-Flow-Analyse, in: Kroeber-Riel/Meyer (Hrsg.), Wissenschaftliche Betriebsführung und Betriebswirtschaftslehre, 1969, S. 241.

[53] Lachnit, Wesen, Ermittlung und Aussage des Cash Flow, in: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung (ZfbF), 1973, S. 59.

[54] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 1267.

[55] Vgl. Coenenberg/Alvarez/Meyer, Cashflow, in: Gerke/Steiner (Hrsg.) Handwörterbuch des Bank- und Finanzwesens, 2001, S. 479.

[56] Vgl. Meyer, Cashflow-Reporting und Cashflow-Analyse, 2007, S. 19ff.

[57] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S.1040.

[58] Vgl. Perridon/Steiner, Finanzwirtschaft der Unternehmung, 2007, S. 555ff.

[59] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S.1127ff.

[60] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 745.

[61] Vgl. Küting/Weber, Der Konzernabschluss, 2008, S. 591.

[62] Die Gestaltungsanforderungen an die Kapitalflussrechnung werden hier in Anlehnung an den Arbeitskreis „Finanzierungsrechnung“ der Schmalenbach-Gesellschaft, Finanzierungsrechnung im Konzern, in: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung (ZfbF) – Sonderheft 37/96, 1996, S. 117ff. dargestellt.

[63] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 748.

[64] Vgl. Küting/Weber, Der Konzernabschluss, 2008, S. 591.

[65] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 748.

[66] Vgl. Arbeitskreis „Finanzierungsrechnung“ der Schmalenbach-Gesellschaft, Finanzierungsrechnung im Konzern, in: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung (ZfbF) – Sonderheft 37/96, 1996, S. 117ff.

[67] Vgl. Käfer, Kapitalflußrechnungen, 1984, S41ff.

[68] Vgl. Küting/Weber, Der Konzernabschluss, 2008, S. 592.

[69] Demgegenüber steht die Abgrenzung nach dem Nettoumlaufvermögen, welche der unter Punkt 3.3 dargestellten Cashflowberechnung zugrunde liegt. Dieser Konzeption entspringt zu einem Teil die Kritik am Cashflow, da sie den Fonds auf das zahlungsunwirksame Nettoumlaufvermögen (bspw. Veränderungen des Vorrats- oder Forderungsbestand) erweitert. (Vgl. Meyer, Cashflow-Reporting und Cashflow-Analyse, 2007, S. 48f. und S. 93.) Jedoch gilt auch diese Form des Cashflows in der empirischen Forschung als insolvenzprognosefähig (Vgl. Baetge/Jerschensky, Beurteilung der wirtschaftlichen Lage von Unternehmen mit Hilfe von modernen Verfahren der Jahresabschlußanalyse, in: Der Betrieb (DB), 1996, S. 1582ff.).

[70] Die Restlaufzeit darf 3 Monate nicht überschreiten.

[71] Außer bei der Erfassung nach US-GAAP (Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 754ff.).

[72] Vgl. Küting/Weber, Der Konzernabschluss, 2008, S. 598.

[73] Vgl. Amen, Erstellung von Kapitalflußrechnungen, 1998, S. 35.

[74] Vgl. Meyer, Cashflow-Reporting und Cashflow-Analyse, 2007, S. 54.

[75] Dies ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der sowohl hier als auch im sonstigen Schrifttum regelmäßig gemeint ist, sofern ohne weitere Eingrenzung von „Cashflow“ gesprochen wird.

[76] Küting/Weber, Der Konzernabschluss, 2008, S. 592f.

[77] Vgl. Chwallek, Bewertungsrelevanz veröffentlichter Kapitalflußrechnungen börsennotierter deutscher Unternehmen, 1999, S. 46ff.

[78] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 759f.

[79] Vgl. Baetge/Kirsch/Thiele, Konzernbilanzen, 2004, S. 570ff.

[80] Die indirekte Darstellungsmethode ähnelt stark der indirekten Berechnungsmethode des Cashflows, die unter Punkt 3.3.2 besprochen wird. Einen genauen Einblick in die indirekte Methode vermitteln die Darstellungen 10 und 11.

[81] Abhängig davon, ob es sich um einen zahlungswirksamen/zahlungsunwirksamen Ertrag oder Aufwand handelt.

[82] Vgl. bspw. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 762f.; Meyer, Cashflow-Reporting und Cashflow-Analyse, 2007, S. 60 und S. 201ff. (ferner zur Vertiefung des Disputs über die direkte und die indirekte Methode S. 63ff).

[83] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 761ff.

[84] Vertiefend zu Schlüsseln in der Wirtschaftsinformatik bspw. Stahlknecht/Hasenkamp, Einführung in die Wirtschaftsinformatik, 2005, S. 142ff.

[85] Vgl. Küting/Weber, Der Konzernabschluss, 2008, S. 595f.

[86] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 764.

[87] Vgl. Küting/Weber, Der Konzernabschluss, 2008, S. 599.

[88] Erwähnung fand die Kapitalflussrechnung demgegenüber schon im Jahr 1963: Die APB opinion No. 3 - The Statement of Source and Application of Funds verpflichtete Unternehmen allerdings noch nicht zur Aufstellung einer Kapitalflussrechnung.

[89] Grund der Ersetzung bildet vorwiegend die Vielzahl an Wahlrechten – vor allem in Bezug auf den betrachteten Fonds – bei der Aufstellung der Kapitalflussrechnung. Diese Wahlrechte waren Ursache der geringen Vergleichbarkeit von aufgestellten Kapitalflussrechnungen. (Vgl. Behringer, Cash-flow und Unternehmensbeurteilung, 2007, S. 105ff.).

[90] Vgl. Küting/Weber, Der Konzernabschluss, 2008, S. 602.

[91] Ausnahme bilden hier die gezahlten und aktivierten Zinsen, welche dem Investitionsbereich zugeordnet werden.

[92] Der Begriff Dividende steht, im Zusammenhang mit dem Erhalt selbiger, für Dividenden und andere übernommene Ergebnisse.

[93] Vgl. Coenenberg, Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 795ff. Vertiefend zur internationalen Normierung und Aufstellung der Kapitalflussrechnung: Meyer, Cashflow-Reporting und Cashflow-Analyse, 2007, S. 101ff.

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